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Foren > Politik > Syntegration

Diskutanten:15 Mitglieder in 386 Beiträgen
Erstellung:
2011-12-28 durch Ric
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EliK

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Beiträge: 208
#21
AW: Syntegration
2012-01-04 21:01
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Liebe ihr,
wir (die Grünen) haben der Syntegration nach ausgiebiger Diskussion zugestimmt, weil:

1. uns klar ist, dass wir eine derartige Aufgabe (die lautet übrigens: das Budget strukturell und nachhaltig um 7-10 % zu entlasten und damit das Funktionieren und die Lebensfähigkeit der Stadt zu sichern und die Lebensqualität zu erhalten) nicht ohne externe Moderation/Beteuung schaffen. Ich denk da jetzt nur an die Stadtratsklausur im Vorjahr: 1 Tag, moderiert vom Bürgermeister - da kann nicht viel mehr rauskommen, als dass man sich besser kennenlernt. Diese Aufgabe wurde uns vom Land NÖ gestellt - andernfalls wir Sanierungsgemeinde werden. Wer sich den Prüfbericht des Landes anschaut, weiß, was dann auf uns zukommt: Gebühren sowieso, Familiensilber komplett verkaufen, Mitarbeiter reduzieren... also alles andere als zukunftsträchtig.

2. Das Angebot des Landes lautet: Gemeinde zahlt 100.000 Euro, den Rest der Kosten übernimmt das Land. Keine Frage - Unmengen von Geld. Dahinter stehen bis zu 3.700 Beratungsstunden zu € 160,--, das ist (würd ich mal sagen) ein "normaler" Preis.
Alternativ hätten wir natürlich selber ausschreiben können - ich glaub aber nicht, dass wir damit viel unter die 100.000 gekommen wären, es hätte uns jedenfalls mindestens ein halbes Jahr "zurückgeworfen" - und gleichzeitig wär nicht sichergestellt, dass das Land einen anderen Prozess als "aufschiebende Wirkung" anerkennt.

3. auf unsere Forderung waren Vertreter der Fa Malik in Korneuburg und haben den Prozess dem Stadtrat vorgestellt. Umgeschmissen hat mich das nicht - entscheidend war aber für mich/uns, dass dezitiert Einmalerlöse (Familiensilberverkauf) nicht in die "Erfolgsrechnung" eingehen (im Ziel daher auch das Wort nachhaltig).

4. Voraussetzung für uns war auch, dass wir nicht nur bei der großen Klausur mitreden können, sondern auch in der "Steuerungsgruppe", wo's dann auch um die Umsetzung der Maßnahmen geht. Und ebenso wichtig war uns die Zusage der SPÖ, sich an der Syntegration zu beteiligen, falls sie beschlossen wird. Das Beispiel Tulln zeigt ja, dass sich "eine Reichshälfte" leicht auf Maßnahmen einigt, die mir persönlich eher Brechreize verursachen.

Wichtig ist mir, dass die Gemeinde sich endlich mit ihren Strukturen auseinandersetzt - da gibts 100e Beispiele für 3xumseck und ineffiziente Abläufe, Geld, das wir auf der Straße liegen lassen etc. Allein im letzten Jahr sind einige gute Vorschläge gekommen (nicht nur von uns *G*), die dann irgendwie an der Umsetzung gescheitert sind oder an Zuständigkeiten etc. Drum seh ich's schon als sehr wichtig, dass dieser Prozess über die "Brainstorming-Klausur" hinaus begleitet wird. Mit Selberstricken kommen wir da leider nicht weit :-(.

Das Bauchweh bleibt - wir sehen nur leider keine Alternative zur Syntegration.

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rck

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aus Korneuburg

Beiträge: 633
#22
AW: Syntegration
2012-01-04 21:49
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Ich als Außenstehender versteh das ganze nicht. Wo ist jetzt bitte genau

  1. der Unterschied zwischen "Syntegration" und "Stadterneuerung" (Inhaltlich, nicht von der Organisationsform her),
  2. was davon wurde bereits zu wieviel Prozent wo budgetiert und
  3. in wie Fern unterscheidet sich das von den üblichen Budget / Projektdiskussionen (ich gehe mal davon aus, dass sowas in den diversen Gemeinderatssitzungen Thema ist) und
  4. ist das nicht eigentlich die Aufgabe von Korneuburgs Politikern?

Wieso soll jetzt also, ich bitte hier gleich meine naive Frage zu entschuldigen, gleich doppelt (Stadterneuerung + Thema Synergie) dafür bezahlt werden, für etwas, dass eigentlich (meiner Meinung nach, aber ich lasse mich da gerne eines besseren Belehren) im Aufgabengebiet des Gemeinderates liegt?

Und welche Projekte könnte man mit diesen Aufwänden (dafür werden vermutlich weitere Schulden gemacht, oder?) umsetzen wenn man sich das Thema "Synergie" schenken würde? Da gibt's ja dann nicht mal eine Förderung (wie bei der Stadterneuerung), oder?
Achtung! Meine Beiträge im Forum spiegeln meine persönliche Meinung wieder. Wenn Dinge (auch) KO2100 betreffen, schreib ich das dazu. Bitte aber generell meine Postings NICHT als offiziellen KO2100 Standpunkt zu verstehen!
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Ric

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Beiträge: 191
#23
AW: Syntegration
2012-01-04 22:04
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Liebe EliK,
danke für die Hintergrundinformation. Ich finde es sehr wichtig, diese Einzelheiten zu diskutieren, weil nur dann die Chance darauf besteht, dass diese Prozesse auch verstanden werden können.

EliK
Dahinter stehen bis zu 3.700 Beratungsstunden zu € 160,--, das ist (würd ich mal sagen) ein "normaler" Preis.


Bitte wieviele Personen entsendet die Fa Malik nach Korneuburg, und wie lange, sodass diese auf 3700 h kommen? Das sind ja mehr als zwei Mannjahre!

Und der Stundensatz von 160€ .... ich weiß, ich bin kein Geschäftsmann, aber ich erlaube mir hier einfach mitzuteilen, dass ich solche Verdienste für unmoralisch halte, noch dazu, wenn sie aus maroden Kassen kommen. Das kratzt die Manager wahrscheinlich wenig, wenn ich das sage, aber das mag ich einfach nicht für mich behalten müssen.

Wie muss sich eine Gemeindebedienstete vorkommen, die etwa zwei Tage für 160€ arbeiten muss, die womöglich sehr genau weiß, wo das Geld in dieser Stadt versickert, wenn nicht auf ihre Vorschläge eingegangen wird, sondern Manager auftauchen müssen, die womöglich mit denselben Vorschlägen die große Kohle machen.

EliK Das Bauchweh bleibt - wir sehen nur leider keine Alternative zur Syntegration.


Ist sie jetzt eigentlich schon beschlossen, oder nur angedacht?

liebe Grüße, Richard

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EliK

Mitglied


Beiträge: 208
#24
AW: Syntegration
2012-01-04 22:42
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oh shit - jetzt hab ich grad ur-viel geschrieben und irgendwie das Senden verbockt :-(. Drum jetzt in kleineren "Portionen" :-)
@ ric:
ja, sie ist beschlossen, mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und Grünen. Die Klausur ist am WE 18-22 Jänner.
@ 160,-- Euro
da gibts das Buch "auf die Bäume, ihr Affen" - weiß nicht, ob du das kennst - unterschiedliche "Stundenpreise" gibts leider und gerechtfertigt sind sie in den wenigsten Fällen. Es gibt aber Dinge, die wir auf Gemeindeebene nicht beeinflussen können - und darunter fallen ungerechtfertigte "Stundenpreisunterschiede". Malik hat damit aber die Ausschreibung gewonnen - und wenn ich z.B. an Steuerberatungs- oder Rechtsanwalthonorare denk, kommt man da schon hin. Deshalb glaub ich auch nicht, dass wir's wo anders "billiger" organisieren hätten können.
@ 3.700 Stunden
ja, das frag ich mich auch. 3.700 ist die Obergrenze (so wie die 400.000 vom Land) lt. Alfred G.
Die Klausur sind 17 Mensch für 4 Tage - viel. Nachbereitung und Weiterverfolgung der Maßnahmen sind auch ein Aufwand - und eben sollte daraus die Gemeinde(Verwaltung) ev. auch was im Bereich Projektmanagement dazulernen. Stundenabrechnung macht meines Wissens das Land (und das wird auch Rechnungshofgeprüft). Ja eh - Hölle viel Geld. Drum sollten wir (PolitikerInnen) was Gscheites draus machen, uns konstruktiv einbringen und den Prozess trotzdem auch kritisch beobachten. Das hab ich zumindest vor.
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rck

Seitenbetreiber
aus Korneuburg

Beiträge: 633
#25
AW: Syntegration
2012-01-04 23:48
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Hab ich das richtig verstanden? Syntegration = Unternehmensberatung auf Kommunalebene?

Achtung! Meine Beiträge im Forum spiegeln meine persönliche Meinung wieder. Wenn Dinge (auch) KO2100 betreffen, schreib ich das dazu. Bitte aber generell meine Postings NICHT als offiziellen KO2100 Standpunkt zu verstehen!
geändert von rck am 2012-04-24 19:23
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EliK

Mitglied


Beiträge: 208
#26
AW: Syntegration
2012-01-05 00:05
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sch... nochmal weg :-( also nochmal - soviel zum Thema Effizienz und Doppelgleisigkeiten :-)

@ Rene:
Unterschied Syntegration und Stadterneuerung:
Die Krux ist, dass die Gemeinde derzeit sogar im "laufenden Geschäft" ein Minus einfährt - d.h. da ist kein Spielraum für Projekte (wie z.B. Stadterneuerung). Mit der Syntegration soll nun "das laufende Geschäft" effizienter gestaltet werden - saniert (im positiven Sinn des Wortes) und nicht kaputtgespart (wie die Sanierungsgemeinde oder Vorschläge Landes-Gemeindeüberprüfung).
Außer Familiensilberverkauf, Gebührenerhöhungen (geht übrigens nur beschränkt, Gebührenhaushalt muss ausgeglichen sein) oder Entlassungen MUSS es aber noch andere Wege geben:
Erschließung neuer Geschäftsfelder, Effizienz der Abläufe erhöhen, Ressourceneffizienz.
Bei den meisten Projekten der Stadterneuerung geht es eher darum, die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern, die Steigerung der Effizienz der Verwaltung ist nicht wirklich das spannende Theme für "BürgerInnenbeteiligung". Ein paar Projekte dazu gibts aber - deshalb sind auch VertreterInnen der Stern bei der Syntegration mit dabei.

@ eigentlich Aufgaben der Politik:
jein...
Die Politik hat zu entscheiden und Prioritäten zu setzen - deshalb werden auch alle Maßnahmen, die in der "Klausur" erarbeitet werden, im Gemeinderat zu beschließen sein (und zwar einzeln, wurde mir versichert).
Um vernünftige Entscheidungen treffen zu können müssen aber:
- der Ist-Stand erhoben werden (macht die Malik im Vorfeld) - wobei für mich nicht ganz klar ist, wie genau/detailliert.
- Ideen gesammelt, gebündelt und ihre Auswirkungen diskutiert werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht nur PolitikerInnen Ideen haben! Die Verwaltung kennt die Abläufe in der Gemeinde genau, die eingeladenen BürgerInnen sollen auch sowas wie eine "Außensicht" bzw. Sicht der KundInnen einbringen. Das passiert in der "Klausur".
- die Wirtschaftlichkeit und Zielsicherheit der Maßnahmen berechnet bzw. ausgearbeitet werden. Dazu gibts die "Nachbearbeitung der Klausur"
- dann die Entscheidung im Gemeinderat = Prioritätensetzung durch die Politik
- dann gehts noch um die Umsetzung - und dabei soll eben auch die Malik unterstützen bzw. diese "überwachen". Klingt zwar seltsam, ist aber aus meiner Erfahrung (siehe weiter unten) absolut wichtig!

Das ist an sich ein ganz "normaler" Ablauf im Management... Permanenter Verbesserungsprozess - den die Gemeinde (Politik und Verwaltung) in der Syntegration erlernen soll (das ist ein sehr hochgestecktes Ziel).

Vielleicht zum Verständnis ein paar der o.a. Verbesserungsvorschläge, die im letzten Jahr "versandet" sind:
- Aufgrabungsrichtlinie: Baustellenkontrolle und Weiterverrechnung von Kosten, die durch schleißige Fahrbahnsanierung oder Zerstörung von Bäumen entstehen, an die Verursacher.
- Grünflächenkonzept: immer wieder angesprochen, jetzt in der Stern - für jeden logisch, dass Grünflächenpflege erleichtert werden kann, wenn die richtigen Pflanzen am richtigen Platz stehen - und wenn AnrainerInnen sich vermehrt um die Grünflächen vor ihrem Haus kümmern. Zuständigkeit ist nicht geklärt - und irgendwie geht seit Jahren nix weiter.
- Streukies-Recycling: machen sie in Wien - waschen und 50 % wiederverwenden. Hier waren wir uns politisch nicht einig - es gab aber auch keine "neutrale" Wirtschaftlichkeitsberechnung.
- Winterdienstverordnung: muss wirklich jeder Winkel der Stadt schon beim ersten Schneeflaum geräumt werden?
- Delegationsverordnung (des Bgm, der für alles zuständig ist)
- Anpassung der Kundenverkehrszeiten in den Abteilungen - Verlagerungen ins Bürgerservice. Durchgängige Kundenbesuche halten einfach vom Arbeiten ab - prinzipiell sollte hier ja das Bürgerservice Abhilfe schaffen, das ist aber noch nicht wirklich geglückt. Politik war sich einig - passiert ist es nicht.
- Energiebuchhaltung: 3 Jahre hat es gedauert, bis wir keine Aufstellung der Nutzflächen der gemeindeeigenen Gebäude hatten, um Energiekennzahlen berechnen zu können.

Sprich: Viele Entscheidungen, die die Politik trifft, werden trotzdem nicht umgesetzt. Gründe: fehlende Prioritätensetzung, fehlende Erläuterung der "Sinnhaftigkeit", fehlende Kapazitäten (tw. auch Wille) in der Verwaltung...

Der Beschluss der Syntegration ist letztlich auch auf einer ungenügenden Informationsbasis entstanden - sondern vielmehr aus Zeit- und finanziellem Druck.

Dass die Gemeinde (Politik und Verwaltung) aus der Syntegration auch einen besseren Umgang mit Ideen und ihrer Umsetzung lernt, mag ein hoch gestecktes Ziel sein - aber schon "ein paar Milimeter" lernen würde unsere Arbeit künftig positiv beeinflussen.

Und wie erwähnt: nicht die Syntegration war unser Herzensanliegen, sondern ein Prozess wie der o.a. Die Syntegration war das Angebot - wir müssens jetzt das Beste draus machen.
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Ric

Mitglied


Beiträge: 191
#27
AW: Syntegration
2012-01-05 08:37
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EliK dass die Gemeinde derzeit sogar im "laufenden Geschäft" ein Minus einfährt - d.h. da ist kein Spielraum für Projekte (wie z.B. Stadterneuerung).


Was heißt das nun konkret für die STREN Projekte?

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Ric

Mitglied


Beiträge: 191
#28
AW: Syntegration
2012-01-05 08:38
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hoppala, sollte natürlich "STERN-Projekte" heißen!
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mek

Mitglied


Beiträge: 39
#29
AW: Syntegration
2012-01-05 11:53
+0 / -0 Zum Bewerten bitte anmelden
Ohne jetzt auf die vielen Details eingehen zu wollen: viele der aufgezählten Tätigkeiten, wie IST-Stand-Erhebung, Ressourcenanalyse, etc… fällt doch (auch) in den Aufgabenbereich von Politik bzw. Gemeinde und zeichnet eben eine gute Politik aus – vor allem auch die Fähigkeit unliebsame Entscheidungen zu treffen.
Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass man sich gerne vor unliebsamen Entscheidungen, die mit unpopulären Konsequenzen verbunden sind, drücken will. Schließlich klingt es ja viel besser, wenn eine externe Agentur dies vorschlägt. A la: Wir hätten es ja eh gerne anders gemacht, aber wenn es sogar Malik sagt, dann……
Dann bekommen die Fotos der PolitikerInnen in den Lokalzeitungen nicht so einen schalen Beigeschmack.
Kurz gesagt: Muss eingespart werden – worüber sich ja anscheinend alle im Klaren sind – wird es auch etwas den BürgerInnen kosten. Die neben dem Rotstift angesprochene Entwicklung von Ressourcen sollte doch im Stadterneuerungsprozess unter allgemeiner Bürgerbeteiligung geleistet werden. Man vergisst offenbar dabei: BürgerInnen sind auch Fachleute, nicht nur BürgerInnen.
Wenn ich jetzt lese, ja… aber da geht’s ja nur um ein Mehr an Lebensqualität, dann muss ich sagen, dass die Fragestellung der Stadterneuerungsauftaktveranstaltung falsch war. Was hat es für einen Sinn nach den „Sternen“ zu greifen, wenn im Hier und Jetzt der Hut brennt? Dann ist kein Feiern angesagt, sondern ein offenes Bürgerwort a la: Lieber BürgerInnen, wir brauchen dringend Ideen, Vorschläge und Unterstützung, weil wir uns mit dem laufenden Haushaltsplan überhaupt nicht mehr raussehen.
Ich bin überzeugt, dass es auch in Korneuburg viele kompetente Menschen aus verschiedensten Bereichen (auch der Wirtschaft) gibt, die Wertvolles beitragen könnten, nur hat man sich bemüht diese Leute anzusprechen? Will man das überhaupt? Glaubt man, dass diese Menschen zufällig ins Rathaus stolpern?
In der Schweiz machen z.B. jene Leute Politik, die selbst im Berufsleben (auch Wirtschaft) erfolgreich sind und bekommen für ihre Tätigkeit nur einen Kostenersatz, da sind die kompetenten Leute gleich an der richtigen Stelle. Wie dem auch sei, der allgemein übliche Ruf nach externe Berater ist – wenn man ein bisschen kritischer hinschaut – meiner Meinung nach keine Weiterentwicklung. Es ist ein Zukaufen von Kompetenz, die vorhanden sein sollte, die letztlich uns allen ziemlich teuer kommt. In diese Kompetenz fällt auch, wenn man mit Altlasten konfrontiert ist, die Offenlegung, dass nichts mehr geht und von den BürgerInnen Unterstützung dringend benötigt wird, anstatt einen Stadterneuerungsprozess zu initiieren, wenn ohnehin keine finanziellen Mittel vorhanden sind, oder doch nicht? Für die Entscheidung von "Sanierungsgemeinde mit deftigen Einsparungen" oder "Investition in Malik und vermutlich gleiche Einsparungen nach und nach" wäre es auch wert gewesen, die BürgerInnen zu fragen, vor allem dann, wenn offenbar die Ideen ausgegangen sind.
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EliK

Mitglied


Beiträge: 208
#30
AW: Syntegration
2012-01-05 14:57
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@ nic:
d.h. für die STERN, dass realistisch gesehen kaum Geld für Projekte da ist. Und wenn wir Sanierungsgemeinde wären, dann wärs ganz aus.

mek Ohne jetzt auf die vielen Details eingehen zu wollen: viele der aufgezählten Tätigkeiten, wie IST-Stand-Erhebung, Ressourcenanalyse, etc… fällt doch (auch) in den Aufgabenbereich von Politik bzw. Gemeinde und zeichnet eben eine gute Politik aus – vor allem auch die Fähigkeit unliebsame Entscheidungen zu treffen.

Mek - wie erwähnt - es läuft auf der Gemeinde nicht wie in einem "normalen" Betrieb. Die Gehälter der Gemeindebediensteten entsprechen auch nicht denen in der Wirtschaft (oder erwartet man dort von einem 1.400 Euro-Job qualifizierte Managementtätigkeit???). Und auch die Entlohnung der PolitikerInnen wirst du in der Wirtschaft nicht finden:
Bürgermeister rd. 4.500,--/Monat für Verantwortung für mehr als 100 MitarbeiterInnen und mehr Haftung als die meisten SpitzenmanagerInnen
StadträtInnen: rd. 1.000 /Monat für einen "Nebenjob", der sich bei den meisten von uns mit ca 20-30 Stunden pro Woche niederschlägt
GemeinderätInnen: rd. 200/Monat für doch auch zahlreiche Sitzungen und Vorbereitungen.
In die Gemeindepolitik geht keiner wegen dem zu erwartenden Geldflüssen - das sind Menschen, die sich in der Stadt für die Stadt engagieren. D.h. aber auch, dass wir nicht die "Verwaltungsarbeit" (sprich gründliche Vorbereitung von vernünftigen Entscheidungen) übernehmen können.

mek
Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass man sich gerne vor unliebsamen Entscheidungen, die mit unpopulären Konsequenzen verbunden sind, drücken will. Schließlich klingt es ja viel besser, wenn eine externe Agentur dies vorschlägt. A la: Wir hätten es ja eh gerne anders gemacht, aber wenn es sogar Malik sagt, dann……
Dann bekommen die Fotos der PolitikerInnen in den Lokalzeitungen nicht so einen schalen Beigeschmack.

deshalb werden die Entscheidungen auch im Gemeinderat von den PolitikerInnen getroffen!

mek
Dann ist kein Feiern angesagt, sondern ein offenes Bürgerwort a la: Lieber BürgerInnen, wir brauchen dringend Ideen, Vorschläge und Unterstützung, weil wir uns mit dem laufenden Haushaltsplan überhaupt nicht mehr raussehen.
Ich bin überzeugt, dass es auch in Korneuburg viele kompetente Menschen aus verschiedensten Bereichen (auch der Wirtschaft) gibt, die Wertvolles beitragen könnten, nur hat man sich bemüht diese Leute anzusprechen? Will man das überhaupt? Glaubt man, dass diese Menschen zufällig ins Rathaus stolpern?

exakt - bei der Klausur sind deshalb auch ca 14 BürgerInnen eingeladen - aus der Wirtschaft, div. Organisationen und auch dem Kultur- und Sozialbereich. Und die werden aktiv eingeladen.

mek
In der Schweiz machen z.B. jene Leute Politik, die selbst im Berufsleben (auch Wirtschaft) erfolgreich sind und bekommen für ihre Tätigkeit nur einen Kostenersatz, da sind die kompetenten Leute gleich an der richtigen Stelle.

siehe dazu auch zu den Aufwandsentschädigungen der Stadt- und GemeinderätInnen. Auf Gemeindeebene gibts (außer dem Bürgermeister) keine Polit-Fulltime-Jobs! Und in der Realität findet sich auch kaum mehr wer, der diese Arbeit übernehmen will - durch die Bank und in allen Parteien. Weil viel Zeit, viel Engagement - und dann kannst du dir auch noch Inkompetenz vorwerfen lassen.

mek
Wie dem auch sei, der allgemein übliche Ruf nach externe Berater ist – wenn man ein bisschen kritischer hinschaut – meiner Meinung nach keine Weiterentwicklung. Es ist ein Zukaufen von Kompetenz, die vorhanden sein sollte, die letztlich uns allen ziemlich teuer kommt.

Kompetenz: siehe auch obiges zur Bezahlung der Gemeindeverwaltung. Und trotzdem gibt es viel Kompetenz - allerdings sind sie alle keine WirtschaftsuniversitätsabgängerInnen. Und ich finds nicht unanständig, sich Kompetenz zuzukaufen (wie erwähnt soll damit ja auch Kompetenz in Verwaltung/Politik geschaffen werden, d.h. auch Schulung - und das seh ich schon gar nicht als Fehler)

mek
In diese Kompetenz fällt auch, wenn man mit Altlasten konfrontiert ist,

dass es den Gemeinden "nicht so gut geht" hat ja auch einen Grund. Einerseits sind natürlich auch Fehler gemacht worden - andererseits sind die Aufgaben gewachsen (Schulen, ÖV, Krankenhaus... alles eigentlich nicht Gemeindekompetenz, aber wenns Bund/Land nicht machen, muss die Gemeinde einspringen) und die Mittel dafür nicht.

mek
Für die Entscheidung von "Sanierungsgemeinde mit deftigen Einsparungen" oder "Investition in Malik und vermutlich gleiche Einsparungen nach und nach" wäre es auch wert gewesen, die BürgerInnen zu fragen, vor allem dann, wenn offenbar die Ideen ausgegangen sind.

Einerseits wirfst du der Politik vor, sich vor Entscheidungen zu drücken - andererseits meinst du, die Ausgabe von 100.000 Euro wäre direktdemokratisch zu beschließen gewesen.
Ich bin prinzipiell für direkte Demokratie - bezweifle aber, dass ein Großteil der Bevölkerung sich ernsthaft mit diesen Dingen auseinandersetzen würde, um dann auch richtig abstimmen zu können. Abgesehen davon, dass es dann locker bis 2013 dauern würde, bis die Entscheidung gefallen ist, kostet auch eine BürgerInnenbefragung Geld.

Kurzum: Ja, die Syntegration ist teuer und ob sie "das bringt" wissen wir noch nicht. Nichts zu machen ist aber ganz sicher keine Lösung.
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mschabl

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aus Korneuburg

Beiträge: 240
#31
AW: Syntegration
2012-01-05 15:19
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Liebe Eli, ich verstehe Deine Entscheidung, Dein grenzenloser Optimismus, was die Ergebnisse betrifft, ist bewundernswert.

Was mir am Keks geht, ist, dass einige, bekannte (eigentlich eh immer die selben) Politiker das Klima vergiften, viel Zeit - und wenn man so will auch Kreativität - verwenden, um zu sticheln und zu stacheln, 130-Euro Probleme zu erfinden etc., damit die elendslangen Sitzungen unproduktiv machen und die von der eigenen Partei ausgerufene Allianz für Korneuburg ad Absurdum führen.

Und schließlich hat man's dann geschafft, dass nix mehr weitergeht - Deine Liste der "versandeten" Initiativen ist leider beeindruckend, im negativen Sinn.

= start of polemik =
Und dann bleibt nur mehr die teuerste Kindergartentante der Welt (=Malik), die drauf schaut, dass die Streithanseln die braven Mädchen und Buben arbeiten lassen.
= end of polemik =
Wenn Du verstehst, sind die Dinge wie sie sind. Wenn Du nicht verstehst, sind sie, wie sie sind. - ZEN Spruch
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rck

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aus Korneuburg

Beiträge: 633
#32
AW: Syntegration
2012-01-05 16:04
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EliK sch... nochmal weg :-( also nochmal - soviel zum Thema Effizienz und Doppelgleisigkeiten :-)


Ein paar Tips:

a) zB wie ich Google Chrome benutzen, der Browser dürfte gegen solche Probleme ziemlich resistent sein
b) wenn Du Firefox benutzt (geht theoretisch bei anderen Browsern auch) kommt es darauf an, was passiert. Du hast den Tab versehentlich geschlossen? Shift-Control-T sollte den zuletzt geschlossenen Tab wieder aufmachen -- inklusive Text. Du hast den Text abgeschickt aber die Seite kann nicht geladen werden? Einfach F5 drücken (bzw. auf Refresh drücken), Text wird wieder gesendet, alles Paletti
c) das hilft alles nix? Dann bitte Texte in Notepad vorschreiben und, sobald sie fertig sind, über die Zwischenablage reinkopieren

Ein cooles Tool für Firefox ist auch Lazarus, vielleicht ist das ja was für Dich.


Unterschied Syntegration und Stadterneuerung: Mit der Syntegration soll nun "das laufende Geschäft" effizienter gestaltet werden


Also auf gut Deutsch: Stadterneuerung = "Wünsch-Dir-Was" und Syntegration = Wir brauchen einen Wirtschaftsberater?


- der Ist-Stand erhoben werden (macht die Malik im Vorfeld) - wobei für mich nicht ganz klar ist, wie genau/detailliert.


und wieso wird sowas nicht zB in Kooperation mit der WU im Rahmen eines größeren Studenten / Dissertanten Projektes umgesetzt, mit Wettbewerb?


Sprich: Viele Entscheidungen, die die Politik trifft, werden trotzdem nicht umgesetzt. Gründe: fehlende Prioritätensetzung, fehlende Erläuterung der "Sinnhaftigkeit", fehlende Kapazitäten (tw. auch Wille) in der Verwaltung...


Liest sich das nur für mich wie ein "eigentlich hätten wir ja den Herrn Bürgermeister an vorderster Front, der Entscheidungen umsetzen sollte, jedoch macht keiner, was er sagt?" Oder hab ich das zu stark vereinfacht?


Der Beschluss der Syntegration ist letztlich auch auf einer ungenügenden Informationsbasis entstanden


Und wieso erarbeitet man sich diese Informationsbasis nicht?


Mek - wie erwähnt - es läuft auf der Gemeinde nicht wie in einem "normalen" Betrieb. Die Gehälter der Gemeindebediensteten entsprechen auch nicht denen in der Wirtschaft (oder erwartet man dort von einem 1.400 Euro-Job qualifizierte Managementtätigkeit???).


Um EUR 500.000 geht sich aber das eine oder andere schöne Jahresgehalt aus. Auch mit EUR 100.000 sollte sich was bewegen lassen, gerade wenn man nicht in einen "großen Namen" investiert sondern sich an das bei uns ja schon gehörte "fahr nicht fort, hol Dir Deine Dienstleister aus dem Ort" hält.


Kurzum: Ja, die Syntegration ist teuer und ob sie "das bringt" wissen wir noch nicht. Nichts zu machen ist aber ganz sicher keine Lösung.


Gleichzeitig hab ich den Eindruck, dass es hier nur die Möglichkeiten "Syntegration oder eben nicht" geben soll. Wieso kann das ganze nicht grundlegender aufgerollt werden und wieso sind andere Ansätze unzulässig?
Achtung! Meine Beiträge im Forum spiegeln meine persönliche Meinung wieder. Wenn Dinge (auch) KO2100 betreffen, schreib ich das dazu. Bitte aber generell meine Postings NICHT als offiziellen KO2100 Standpunkt zu verstehen!
geändert von rck am 2012-01-05 16:05
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mschabl

Mitglied
aus Korneuburg

Beiträge: 240
#33
AW: Syntegration
2012-01-05 16:19
+0 / -0 Zum Bewerten bitte anmelden
... bevor sich alle (so wie ich grad ;-) auf die Eli einschießen:
Es ist ein bekanntes Problem, dass die engagierten Politiker, die hier posten, den ganzen Dreck abbekommen, einfach, weil sie präsent sind.

Dahinter scheint Methode zu stecken:
Ich habe das Gerücht gehört, dass die VP Fraktion ein internes Verbot, auf ko2100.at zu posten, herausgegeben hätte. Weiters soll ein Parteiangestellter beauftragt sein, dieses Forum zu monitoren.
Ob das stimmt, kann nur die Fraktion selbst sagen, aber wie wäre es sonst zu erklären, dass hier die letzten 2 Jahre niemand die Interessen der VP vertritt (mit 2 löblichen, aber kurzen Ausnahmen).

Das trifft mich insofern, weil hier - Rene sei Dank - ein tolles Forum für jedermann kostenfrei zur Verfügung steht. Wenn da die 37 (!) Gemeinderäte jeweils ihre Ideen einbringen würden/dürften, und halbwegs fair mit den Bürgern darüber diskutierten, dann könnten wir Korneuburg's Probleme raschest lösen.
Wenn Du verstehst, sind die Dinge wie sie sind. Wenn Du nicht verstehst, sind sie, wie sie sind. - ZEN Spruch
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renjoh

Neueinsteiger


Beiträge: 1
#34
AW: Syntegration
2012-01-05 17:36
+0 / -0 Zum Bewerten bitte anmelden
Dann möchte ich mal für die Eli eine Lanze brechen.
Wenn vereinbart wurde ausschließlich nachhaltige Lösungen zu erarbeiten und damit eine jährliche Budgetentlastung von 7-10% zu erreichen ist Mitwirkung jedenfalls besser als grundsätzliche Ablehnung.

Ich bin aber nach wie vor der Meinung dass die Beauftragung von MALIK nicht notwendig gewesen wäre.
Es fehlt mir perönlich ein Zwischenschritt; zumindest habe ich keine Information darüber. Ich meine damit dass einerseits ein Fortschreiben des Budgets (gottseidank) nicht akzeptiert wurde und als nächster Schritt folgte ein Beraterauftrag über EUR 500.000.-.

Dazwischen gab es offenbar weder Parteiengespräche noch eine öffentliche Diskussion über Kostenanalyse, Maßnahmen, etc. Und Zeit dafür war ja da, überraschend kam diese Budgetkrise nun wirklich nicht.
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thp

Mitglied


Beiträge: 254
#35
AW: Syntegration
2012-01-05 17:43
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Es hat ein Parteiengespräch gegeben, aber wie soll schon der Erfolg sein, wenn immer von der ÖVP als Antwort kommt: "Das werden wir bei der Syntegration besprechen". Jeder soll sich darauf selber seinen Reim machen ....
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Ric

Mitglied


Beiträge: 191
#36
AW: Syntegration
2012-01-05 17:46
+0 / -0 Zum Bewerten bitte anmelden
mschabl ... bevor sich alle (so wie ich grad ;-) auf die Eli einschießen:
Es ist ein bekanntes Problem, dass die engagierten Politiker, die hier posten, den ganzen Dreck abbekommen, einfach, weil sie präsent sind.


So hitzige Diskussionen bringen natürlich auch so manche Kritik hervor, das soll auch so sein, ist auch letztendlich das, was uns alle am Schluss weiterbringt. Ich finde es sehr gut und wichtig, dass manche Politiker/innen hier mitzudiskutieren!

Ich hoffe, dass wir ihnen auch trotz eventueller Meinungsdifferenzen die entsprechende Wertschätzung für ihre Tätigkeit für die Stadt entgegen bringen!

mschabl
Weiters soll ein Parteiangestellter beauftragt sein, dieses Forum zu monitoren.

An dieser Stelle liebe Grüße an diesen Angestellten ;-)


mschabl

Das trifft mich insofern, weil hier - Rene sei Dank - ein tolles Forum für jedermann kostenfrei zur Verfügung steht. Wenn da die 37 (!) Gemeinderäte jeweils ihre Ideen einbringen würden/dürften, und halbwegs fair mit den Bürgern darüber diskutierten, dann könnten wir Korneuburg's Probleme raschest lösen.


Ich bedaure es an dieser Stelle sehr, dass über das Thema Syntegration nicht schon zu einem früheren Zeitpunkt eine sachliche Diskussion in der Öffentlichkeit stattgefunden hat. Das mutet man den Bürgerinnen scheinbar nicht zu, so haben wir erst nach der Beschlussfassung davon erfahren.


Auch die Regionalzeitungen kommen hier aus meiner Sicht nicht gut weg. Die Berichterstattung ist ziemlich unkritisch. Wenn nach einem Werftfestl eine Kellerscheibe eingetreten wird, löst das in den Regionalblättern mehr aus, als eine Großinvestition, die die Stadt auf die Zukunft strategisch vorbereiten soll.

Vielleicht ist es das, was mich an der Sache am meisten stört, dass ich das Gefühl habe, dass man solche Geschichten am Wahlvolk lieber vorbeischummeln möchte, und es keinen kritischen Journalismus gibt, der an solchen Stellen einhakt.
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mschabl

Mitglied
aus Korneuburg

Beiträge: 240
#37
AW: Syntegration
2012-01-05 18:29
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In der Tullner NÖN kann man schon ein bisserl "vorlesen", wenn man möchte, weil die ungefähr 2 Monate voraus sind und die Syntegration schon gemacht haben. Da verzichten zwar die Politiker auf 8,7% Ihrer Bezüge, am Stil der Diskussion hat sich aber wenig geändert, wenn der VP Bürgermeister resoniert "if you pay peanuts, you get monkeys".

Die Überschriften sprechen Bände "Syntegration, was nun?", "Eislaufplatz vor dem Aus", "Schade um die Investition"
Wenn Du verstehst, sind die Dinge wie sie sind. Wenn Du nicht verstehst, sind sie, wie sie sind. - ZEN Spruch
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Ric

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Beiträge: 191
#38
AW: Syntegration
2012-01-07 00:22
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mschabl
In der Tullner NÖN kann man schon ein bisserl "vorlesen", wenn man möchte, weil die ungefähr 2 Monate voraus sind und die Syntegration schon gemacht haben.


ein interessanter Blick in die Zukunft also. Gibt uns Korneuburgern aber auch die Chance, es besser zu machen.

Das "Wunder von Tulln" scheint also zumindest ziemliche Geburtswehen zu haben.

Mich macht das generell skeptisch, wenn Personen, die sachlich und seriös arbeiten sollen, ihre Arbeit als "Wunder" anpreisen müssen, wie das "Wunder von Fürth" . Kann mir nicht helfen, erinnert mich ans Grander Wasser, aber das .....

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EliK

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Beiträge: 208
#39
AW: Syntegration
2012-01-07 11:07
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na ich trau mich noch rein :-)
ich kann die skepsis ja verstehen, bin ja selber auch noch skeptisch. aber letztlich war hinter unserem ja nur ein kleines "aber" möglich (die malik-vorstellung und die nachhaltigkeitsgeschichte, wobei, das glaub ich auch erst, wenn wir durch sind).

@ ric - ja, die diskussion im vorfeld hat gefehlt. wir haben ca 14 tage vor der entscheidung von dem vorschlag erfahren - und fast bis zuletzt intern diskutiert (solang kannst natürlich nicht an die presse gehen).

genaugenommen hätten wir schon im vorjahr mit der "sanierungsdebatte" anfangen können/sollen, die övp ist ja jetzt schon 1 1/2 jahre an der macht. die organisation des settings wär aufgabe des finanzstadtrates - naja, und die syntegration war jetzt sein "erster vorschlag" in diese richtung.
die övp hat sich zu lang im "böse spö hat schulden hinterlassen" gesuhlt. mit sudern haben sie ja auch die wahl gewonnen - für kreative sanierungsvorschläge ist die övp ja nicht bekannt geworden. und natürlich wollen sie uns jetzt im boot, weil zu erwarten ist, dass die sanierung auch weh tun wird - trotzdem wärs schlecht für die stadt, wenn die opposition sich davor jetzt drücken würde.

apropos sudern aufhören: brainstorming... matthias hat ja schon einiges angeführt (da frag ich mich nur nach dem wie *g*) - fällt euch auch noch was ein, was thp und meinereine in die klausur mitnehmen können/sollen?

lg eli

p.s.: rene - ich hab keine admin-rechte auf meinem laptop - müssts ja nur immer extra in ein textdings und dann copy-pasten *g* (schreib das auch zum zweiten mal - ich drück auf antwort senden und bin draußen)
bezüglich definition syntegration/stern: ja, das kommt hin
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wkytir

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Beiträge: 81
#40
AW: Syntegration
2012-01-07 11:14
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Ich habe mich nun - und bedaure, dass ich nicht früher Zeit dafür aufbringen wollte - durch den Thread hindurchgelesen und auch ein bisschen "Malik"-gegoogelt: Der Thread bietet viele sehr interessante Details, wirklich sehr lesenswert.

Was mir nicht gefällt:

Korneuburgs Politik schafft es offenbar nicht, 5% (2,4Mio) des Jahresbudgets (meine Annahme: 45Mio; auf der Korneuburg-Homepage konnte ich keine Zahlen finden!) einzusparen bzw. durch Mehreinnahmen auszugleichen. Schwer zu glauben - von jedem Privathaushalt oder jedem Selbständigen würde man das locker erwarten.

Man schafft es auch nicht, sich kompetente Leute zu normalen Preisen zu Hilfe zu rufen, die dabei helfen könnten. Stattdessen diese Syntegration-Panikbestellung, die anscheinend durch seltsame Vorgänge in der Landesregierung gut vorbereitet worden ist:

Presse, 04.12.2011 Verwaltungsreform: Ärger mit Beratervertrag - In Niederösterreich sorgt die Vergabe von Beratungstätigkeiten für heftige Diskussionen.


thp Es gibt keine genaue Definition welche Leistungen dafür erbracht werden



Eine halbe Stunde Google-Recherche zum Thema "Malik Syntegration" reicht für mich, um alle meine Alarmglocken läuten zu lassen.

Meine Erwartung wäre, dass dieser Beratungsvertrag ganz schnell gekündigt wird, ehe eine halbe Million an Steuergeldern einem Beratungsguru geopfert wird.

(Die Presse spricht übrigens von € 587.000,-.)

(Einige) Korneuburger Politiker bewerben sich offenbar für ein Amt, für das sie ihrer eigenen Meinung nach nicht ausreichend bezahlt werden, nicht genügend Zeit aufbringen können und keine ausreichenden Kenntnisse haben. Sie sollten ihren Sessel für Berufenere freimachen.

mschabl Korneuburg zahlt für das längst übergebene Landeskrankenhaus dem Land NÖ ... jährlich 1 Mio. Euro zusätzlich aus einem Knebelvertrag".


Wie ist das mit der oft zitierten Verantwortung, die angeblich auf den Schultern von Politikern und Managern lastet? Wer hat diesen (anscheinend unredlichen) Vertrag unterschrieben, und welche Verantwortung erwächst ihm/ihr daraus?

Das - angebliche - Schreibverbot für VP FraktionärInnen hier im Forum halte ich für unvereinbar mit einer demokratischen Grundeinstellung. Wer hat diese Order ausgegeben?

Dazu passt dann gleich auch

mschabl ... großer einnahmenseitiger Fehlbetrag ... das kann man aber in der Öffentlichkeit nicht verantwortungsvoll diskutieren".


Wen muss man denn schonen?

Den Eindruck, dass Beträge umso leichter (und heimlicher) ausgegeben werden, je größer sie sind, hatte ich öfter schon mal. "Kein Geld für den Heizkostenzuschuss", aber "Malik kein Problem" passt zu diesem Bild. Da hält uns jemand für dumm.

EliK Viele Entscheidungen, die die Politik trifft, werden trotzdem nicht umgesetzt


Das regt zum Nachdenken an. Wie ist das mit der Leistungsfähgikeit der Stadtverwaltung? Da sind ja - im Gegensatz zu den hobbymäßig agierenden Stadt-/Gemeinderäten - Leute mit normaler Bezahlung vollzeitbeschäftigt?!

Als Resume bleibt für mich: Korneuburg hat nicht in erster Linie ein Geld-(Budget)problem!
geändert von rck am 2012-02-20 14:24
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